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Patricia Riekel im Interview

 

Welches Ziel verfolgt die TRIBUTE TO BAMBI Stiftung?

Die TRIBUTE TO BAMBI Stiftung kümmert sich deutschlandweit um notleidende Kinder und Jugendliche. Unser Ziel ist es, medienwirksam auf Missstände in Deutschland hinzuweisen und zu helfen, diese zu beseitigen. Mit den generierten Spendengeldern fördern wir gemeinnützige Organisationen und fungieren zudem als Sprachrohr für sie. Wir möchten nicht nur einmalig finanzielle Unterstützung leisten, sondern langfristig etwas ändern. Bei der Auswahl unserer Projektpartner nehmen wir daher stets Bezug zu gesellschaftlichen relevanten Themen, aber auch zu Tabuthemen.

Welche Themen sind das zum Beispiel?

Deutschland ist eines der reichsten Länder der Welt und dennoch leben, aus unterschiedlichsten Gründen, viel zu viele Kinder und Jugendliche am Rande der Gesellschaft. Hier möchten wir zur Aufklärung beitragen und Aufmerksamkeit schaffen. Beispielsweise für die über zwei Millionen Kinder, die unterhalb der Armutsgrenze leben. Für die 60.000 Jugendlichen, die die Schule ohne Abschluss verlassen. Für die rund 500.000 Kinder psychisch kranker Eltern. Oder für die drei Millionen Kinder, die an seltenen Krankheiten leiden, für die es keine geeignete Therapie gibt. Jedes Jahr setzen wir einen anderen Schwerpunkt. 2013 war das beispielsweise das Tabuthema "Sexueller Missbrauch von behinderten Kindern", 2014 unterstützten wir die "Hilfe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge" und "Trauerarbeit". In diesem Jahr möchten wir die Themen "Häusliche Gewalt" und "Mobbing" in den Mittelpunkt stellen und hoffen, dass wir hierzu überzeugende Projekte finden.

Nach welchen Kriterien sucht die TRIBUTE TO BAMBI Stiftung die Förderprojekte aus?

Die Entscheidung über die Verwendung von Stiftungsmitteln erfolgt in einem mehrstufigen Auswahlverfahren. Zum Jahresende legt der Stiftungsvorstand Schwerpunkte für die künftige Stiftungsarbeit fest. Auf Basis eingehender Förderanträge sowie eigener Recherchen wird eine Vorschlagsliste von potentiellen Förderpartnern erarbeitet. Die Projekte dieser Vorschlagsliste wurden vorab durch Gespräche und Vor-Ort-Besuche geprüft. Gerade die intensive Vor-Ort-Besichtigung ist elementar, um mögliche Missstände zu erkennen und sich von der guten Arbeit der Projektpartner zu überzeugen. Das ist jedes Jahr ein Prozess, der sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Die Übersicht - ein Faktenblatt pro Organisation - wird dem Vorstand und Beirat zur Verfügung gestellt und dann im Rahmen einer gemeinsamen Sitzung ausführlich diskutiert. Der Stiftungsrat erhält diese Vorschlagsliste ebenfalls zur Information übermittelt. Abschließend erfolgt eine Auswertung der Stimmabgaben und eine Entscheidung des Vorstandes, der laut Satzung die Mittelvergabe beschließt. Förderungen erfolgen stets zweckgebunden und werden in einer schriftlichen Vereinbarung mit den Projektpartnern festgehalten. Die Verwendung der Gelder wird durch die Empfänger in Form eines Sach- und Finanzberichts dokumentiert und von der TRIBUTE TO BAMBI Stiftung geprüft.

Wie schaffen Sie es, Menschen dazu zu bewegen, die TRIBUTE TO BAMBI Stiftung zu unterstützen?

Viele prominenten Persönlichkeiten, Unternehmen und Privatpersonen unterstützen unsere Arbeit. Es entstand ein wunderbares Hilfsnetzwerk, das ganzjährig aktiv ist. Prominente Paten besuchen unsere Hilfsprojekte und berichten darüber. Viele Prominente haben auch eigene Initiativen, die es zu unterstützen lohnt. Darauf weisen wir gerne hin. Aber auch Privatpersonen helfen uns, unsere Ziele zu verwirklichen. Dabei kommt es nicht auf die Höhe der Spende an. Jeder Euro zählt. Sehr berührt hat mich beispielsweise das Mitgefühl des 13-jährigen Lukas. Er verzichtete auf Geburtstagsgeschenke und seine Familie konnte dadurch über 200 Euro spenden. Auch Unternehmen lassen sich die unterschiedlichsten Aktionen einfallen, um Spendengelder zu generieren oder die Kinder vor Ort zu überraschen. Den Ideen zum Spendensammeln und Helfen sind keine Grenzen gesetzt. Ich bedanke mich bei allen, die unsere Stiftungsarbeit unterstützen.

Was passiert mit den Spendengeldern?

Die Spendengelder werden ohne Abzüge von Verwaltungskosten an die geförderten Organisationen weitergegeben. Das schaffen wir dadurch, dass die Deckung der Verwaltungsaufwendungen seit Stiftungsgründung durch eine zweckgebundene Zuwendung von Hubert Burda Media erfolgt. Die Kosten für die Spendenwerbung werden hingegen von der Stiftung getragen.

Wer kontrolliert die TRIBUTE TO BAMBI Stiftung?

Als rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts unterliegen wir der Kontrolle durch die Stiftungsaufsicht und das Finanzamt, unsere Jahresabschlüsse werden stets von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und wir unterziehen uns zusätzlich jährlich der Kontrolle des DZI, das das renommierte Spendensiegel vergibt. Seit 2014 gibt es zudem ein Aufsichtsorgan, den Stiftungsrat, dessen Aufgaben in der Stiftungssatzung beschrieben sind.

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Spendenkonto

Bank für Sozialwirtschaft

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BLZ: 70020500

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BIC: BFSWDE33MUE