Als Reaktion auf den Fund eines toten Säuglings auf dem Laufband einer Recyclinganlage in Hamburg wurde im Jahr 1999 das Projekt Findelbaby von SterniPark e.V. ins Leben gerufen. Um die Arbeit des Projektes zu unterstützen, wurde 2005 die Stiftung „Findelbaby für Mütter in Not“ gegründet. Ziel ist es, Müttern eine Hand zu reichen, sie in ihrer Not nicht alleine zu lassen und Leben zu retten.
Auch wenn die Zahl der tot aufgefundenen Säuglinge zurückgeht, werden immer noch Babys heimlich auf der Toilette oder im Keller entbunden und manchmal danach einfach auf den Müll geworfen. Mütter, die dies tun, stecken meist in einer Konfliktsituation und fühlen sich alleine gelassen. Es sind Frauen mit ganz unterschiedlichen Motiven und Hintergründen. Doch sie alle verbindet die Angst vor der Zukunft mit einem Kind. Findelbaby begleitet diese Frauen und Mädchen und hilft ihnen aus ihrer Not.
Das Angebot umfasst die Beratung vor und nach der Geburt, Hilfe bei anonymen Geburten, Babyklappen in ganz Deutschland und eine kostenlose Notrufnummer. Das Ziel ist immer, Kind und Mutter wieder zusammenzubringen. Durch intensive pädagogische und psychologische Betreuung der Frauen können ihnen die vielfältigen Möglichkeiten aufgezeigt werden, mit ihrem Baby zu leben. Die Rückführquote liegt bei 60 Prozent. Entscheidet sich die Mutter bewusst für das Kind ist das eine dauerhafte und von Liebe geprägte Beziehung. Entscheidet sich die Mutter für eine Adoption wird das Jugendamt eingeschaltet und man macht sich auf die Suche nach geeigneten Adoptiveltern. Bis heute hat das Team, bestehend aus Heilerzieherinnen, Sozialpädagogen, Hebammen und ca. 60 Ehrenamtlichen, bundesweit etwa 400 Frauen geholfen. Mehr Informationen unter www.sternipark.de.
"Ich will da rauf!" e.V. - Klettern für Menschen mit und ohne Handicap wurde im Jahr 2008 gegründet. Ideengeberin für den Verein war Linda R. aus München. Nach einer Tumoroperation im Jahr 2004 war die 15-jährige nicht mehr in der Lage, ein "normales" Leben zu führen. Sie konnte ihre Arme und Beine nicht mehr bewegen, konnte nicht mehr sprechen, nicht einmal mehr schlucken. Zehn Monate später nahm sie ein Physiotherapeut mit in eine Kletterhalle. Dort entschied sich Linda für sich "Ich will da rauf!" und setzt ihren Wunsch in die Tat um. Ihr Motto "Ich will da rauf!" hat dem Verein seinen Namen gegeben.
Der Münchener Verein bringt Menschen mit und ohne Handicap zusammen und ist explizit kein Behindertenkletterverein. Im Mittelpunkt steht der inklusive Ansatz. Behinderte und Nicht-Behinderte klettern gemeinsam, haben zusammen Spaß und können nebenbei noch von einander lernen. Der Spaß und die gemeinsame Freude stehen im Vordergrund. Verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche, geistig Behinintederte, Spastiker, Epileptiker oder auch Rollstuhlfahrer trainieren hier zusammen. Seit Beginn 2009 gibt es mittlerweile neun Klettergruppen in verschiedenen Altersklassen. Die Kletteranfragen sind nach wie vor hoch, weshalb weitere Gruppen geplant sind. Als Berater und Betreuer stehen dem Verein auch die Extremkletterer Thomas und Alexander Huber und Toni Lamprecht zur Seite.
Klettern stellt, wie das Laufen, Springen oder Balancieren eine Grundform menschlicher Bewegung dar und gehört zu den elementaren Bewegungsformen in der kindlichen Entwicklung. Als komplexe Fähigkeit vereinigt Klettern verschiedene Grundtätigkeiten wie Greifen, Stützen, Ziehen und Steigen. Zudem findet eine stetige Gleichgewichtsverteilung und Stabilisierung statt. Dem Wechselspiel zwischen Wahrnehmen und Bewegen kommt dabei besondere Bedeutung zu. Klettern ist therapeutisch von größtem Wert. Es stärkt das Selbstvertrauen und das Konzentrationsvermögen und ist ein intensives Gemeinschaftserlebnis. Kinder und Jugendliche lernen Vertrauen aufzubauen und trauen sich durch die Klettererlebnisse auch im Alltag mehr zu.
Mehr Informationen finden sie unter www.iwdr.de.
Seit 1959 setzt sich die Interessengemeinschaft für Behinderte e.V. (IFB), mit Sitz in Wiesbaden, für Menschen mit Behinderung ein. Känguru ist eine Initiative der IFB und widmet sich speziell behinderten Kindern und deren Familien.
Die Initiative Känguru unterstützt Projekte und Einrichtung in Wiesbaden, im Rheingau-Taunus-Kreis und Leipzig. Diese Einrichtungen haben es sich zur Aufgabe gemacht, Eltern zu unterstützen, die aufgrund der Betreuung und Pflege ihres behinderten Kindes dringend Entlastung benötigen. Känguru gibt den Familien die Hilfe, Unterstützung und Anerkennung die Sie benötigen, um ihre Lebensaufgabe zu meistern. Viele der betreuten Kinder sind ein Leben lang voll pflegebedürftig.
Känguru beinhaltet zum einen eine Frühförderung, in dessen Rahmen ein Netzwerk von Therapeuten, Pädagogen und Ärzten einen individuellen Hilfsplan erarbeitet, der die Entwicklung der behinderten Kinder positiv beeinflussen soll. Ein Familienentlastender Dienst (FED) ermöglicht, dass die Kinder bei ihren Eltern aufwachsen können. Seit Anfang 2009 baut Känguru deshalb die 24-Stunden-Betreuung für die behinderten Kinder auf. Känguru-Mitarbeiter betreuen die stark verhaltensauffälligen Kinder entweder Zuhause oder in den Räumlichkeiten des FED. Darüber hinaus hilft der Mobile Integrationsdienst (MID) in Kindertagesstätten behinderte Kinder von Pflegern individuell zu betreuen und sie so in Gruppen mit nicht behinderten Kindern zu integrieren.
Erfahren Sie mehr über Känguru unter www.ifb-kaenguru.de.