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03.05.17
Allgemeines, Straßenkinder e.V.

Insel der Hoffnung

Im Berliner Kinder- und Jugendhaus Bolle werden Kinder liebevoll betreut und stark für die Zukunft gemacht.

Insel der Hoffnung
© BrauerPhotos/O. Walterscheid
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Eckhard Baumann konnte das Elend der vielen Berliner Straßenkinder nicht mehr ertragen. Damit sie zumindest etwas Warmes in den Magen bekommen, kochte er zuhause Suppe und verteilte sie auf der Straße an die hungrigen Kids. Das war vor über zwanzig Jahren. Was ihn bis heute antreibt sind christliche Nächstenliebe und die Erkenntnis, dass man Kinder nicht sich selbst überlassen darf. Der Startschuss für den Verein Straßenkinder e.V. war gefallen. Mittlerweile kümmern sich Eckhard Baumann und sein Team auch um Kinder, die zwar nicht obdachlos sind, deren Alltag aber von materieller und sozialer Armut geprägt ist. Mit zahlreichen präventiven Maßnahmen werden sie dabei unterstützt, dass sie erst gar nicht auf der Straße landen. Es gibt viel zu tun. Jeden Tag! Der Stadtteil Marzahn-Hellersdorf nimmt in der Armutsstatistik von Berlin einen traurigen Spitzenplatz ein. Fast 70 Prozent der unter 18-Jährigen sind von Hartz IV betroffen. Es fehlt den Kindern oftmals am Nötigsten: Sie frieren im Winter, weil die Eltern nicht genügend Geld für eine wärmende Jacke aufbringen können oder wollen. Sie sind sich selbst überlassen. Perspektivlosigkeit macht sich breit. Und ja, Armut vererbt sich. Ein Teufelskreis, der nur schwer zu durchbrechen ist. Doch inmitten von tristen Hochhäusern gibt es einen Ort der Hoffnung: das Kinder- und Jugendhaus BOLLE. Viele Jungen und Mädchen haben hier ein zweites Zuhause gefunden. Hier wird ihnen gezeigt, wie ein Leben in der Gemeinschaft funktioniert. Der tägliche Ansturm ist so groß, dass eine Erweiterung des Gebäudes dringend erforderlich war. Rund 2,1 Millionen Euro investierte der Verein Straßenkinder e.V. insgesamt in das Mammutprojekt. Die Finanzierung erfolgte ausschließlich durch Spenden - mit dabei war und ist die TRIBUTE TO BAMBI Stiftung. Vor rund fünf Jahren hatte sie ihre Unterstützung zugesagt. Eckhard Baumann: "Ohne diese Zusage hätten wir nicht einmal den Bauantrag stellen können." Mit 200.000 Euro unterstützte die TRIBUTE TO BAMBI Stiftung den Neu- und Umbau des Kinderhauses und fördert aktuell eine Personalstelle zur Integration von Flüchtlingskindern, insbesondere von Mädchen, mit knapp 80.000 Euro. Zur Eröffnungsfeier kamen rund 400 Kinder, Prominente und Förderpartner, darunter auch der gesamte ehrenamtliche Vorstand der TRIBUTE TO BAMBI Stiftung: Patricia Riekel, Andrea Laub und Philipp Welte. Viele neue Räume und eine herrliche Außenanlage bieten den Kindern nun ein Umfeld, in dem sie sich wohlfühlen, in dem sie lernen, spielen und toben können, aber vor allem einen Ort, an dem sie Willkommen sind und liebevoll betreut werden. Eckhard Baumann: "Die Kids sind nicht weniger begabt als die aus besseren Wohnquartieren. Aber ihr Startblock ins Leben steht 30 Meter weiter hinten. Die müssen erst mal aus der Kurve." Wie gut, dass es Einrichtungen wie BOLLE gibt. Patricia Riekel, Vorsitzende der TRIBUTE TO BAMBI Stiftung, dankte dem engagierten Team: "Es stimmt mich glücklich, dass die Kinder nun in einem so liebevoll gestalteten Ambiente ihre Potentiale entdecken und fürs Leben lernen können."

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