Eine Unterstützung bei Personalkosten ist im Stiftungssektor nicht selbstverständlich – und doch so essenziell für die tägliche Arbeit vieler Kinderhilfsorganisationen. Die Übernahme schafft professionelle Strukturen, erhöht Qualität und Nachhaltigkeit der Arbeit und entlastet ehrenamtliche Mitarbeiter:innen. Wir freuen uns daher sehr, dass die Stellen von zwei Sozialpädagoginnen in der Familienherberge Lebensweg für weitere drei Jahre gesichert sind.

In der Familienherberge Lebensweg genießen Familien von pflegebedürftigen Kindern eine Auszeit vom kräftezehrenden Alltag. Während die schwerstkranken oder behinderten Kinder professionell betreut werden, können Eltern und Geschwisterkinder ein umfassendes Angebot in Anspruch nehmen – darunter Klangmassagen, Kreativangebote oder gemeinsame Ausflüge in die Umgebung.

Dazu tragen vor allem zwei Sozialpädagoginnen bei, deren Stellen von der TRIBUTE TO BAMBI Stiftung gefördert wurden. Nun übernehmen die Veronika Stiftung aus Rottenburg am Neckar und die Ferry-Porsche-Stiftung mit Sitz in Stuttgart die Kosten der beiden Sozialpädagoginnen. Zur Staffelübergabe trafen sich Vertreter:innen der drei Stiftungen in der Familienherberge Lebensweg in Illingen-Schützingen. Ein wertvolles Zeichen, denn nur gemeinsam können wir die Lebenssituationen der betroffenen Familien verbessern.

In Deutschland leben über 200.000 schwerstkranke oder behinderte Kinder und Jugendliche, die rund um die Uhr auf Unterstützung angewiesen sind. Dennoch bleiben pflegende Eltern in unserer Gesellschaft nahezu unsichtbar – ihnen fehlt oftmals die Kraft, um auf ihre Situation hinzuweisen. Im Alltag kämpfen sie mit bürokratischen Hürden. Geschwisterkinder müssen ihre Bedürfnisse häufig zurückstellen. Durch fehlende Betreuungs- und Entlastungsangebote ist für viele Eltern – besonders für Alleinerziehende – eine bezahlte Erwerbstätigkeit kaum möglich.

Ein Anliegen hat Karin Eckstein, Mitgründerin der Familienherberge Lebensweg, noch: „Eine große Herausforderung aus finanzieller Sicht ist die kostendeckende Versorgung der Gastkinder. Die Anerkennung als Familien orientierte Reha wäre absolut wünschenswert und würde insbesondere die pflegenden Familien finanziell entlasten.“

Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass auch dieses Thema in die Öffentlichkeit getragen und mehr Sichtbarkeit für pflegende Familien und wertvolle Hilfsangebote geschaffen wird.