Der Förderpartner der TRIBUTE TO BAMBI Stiftung, IntensivLeben e.V., hat eine Petition gestartet, um eine Verbesserung der Situation in der ambulanten Intensivpflege von Kindern zu erreichen. Die ersten 1.000 Personen haben die Petition bereits unterzeichnet. Noch bis zum 1. Juli kann man sich eintragen und das Vorhaben unterstützen.

 

Das Ziel: Häusliche Intensivpflege entlasten

Der Verein IntensivLeben e.V. hat zusammen mit betroffenen Familien und gemeinnützigen Pflegediensten eine Online-Petition an den Deutschen Bundestag gestartet. Das Ziel der Petition ist, durch derzeit laufende Gesetzgebungsverfahren zur Stärkung der Pflege die Situation der häuslichen Intensivpflege nachhaltig zu entlasten und langfristig verbesserte Rahmenbedingungen zu erreichen.

Denn die Situation von schwer erkrankten, intensivpflege-bedürftigen Kindern und Jugendlichen hat sich seit Jahresbeginn weiter verschärft: Durch den Pflegekräftemangel stehen ohnehin nicht ausreichend viele Pflegekräfte zur Verfügung. Mit dem Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetz hat die Bundesregierung zum 1. Januar 2019 eine bessere Vergütung für Pflegekräfte in der stationären Pflege ermöglicht – also Krankenhäusern und weiteren Einrichtungen. Eigentlich eine gute Sache, aber: Pfleger und Pflegerinnen, die bisher ambulant gearbeitet, wechseln nun verstärkt in die stationäre Pflege.Die Leidtragenden sind Familien, die auf die Unterstützung bei der Pflege ihrer Kinder zu Hause dringend angewiesen sind.

Einrichtungen, die dem Intensivpflegebedarf und dem Teilhabeanspruch der Betroffenen gerecht werden, sind nur in sehr begrenztem Umfang vorhanden und in der Regel langfristig belegt. Vorhandene Einrichtungen zur Kurzzeit und Verhinderungspflege können ebenfalls aus Personalmangel oft keine Intensivpflege leisten. In Krankenhäusern ist eine langfristige Versorgung nicht möglich.

 

Versorgung durch Familienangehörige bedarf Unterstützung durch Pflegekräfte

Intensivpflichtig erkrankte Kinder und Jugendliche werden daher zumeist im häuslichen Umfeld durch Familienangehörige gepflegt, mit Unterstützung von Pflegefachkräften, da sie rund um die Uhr professionelle Betreuung benötigen. Wenn Dienstzeiten aufgrund fehlenden Personals nicht besetzt werden können, müssen die Angehörigen die intensivmedizinische Pflege und Geräteüberwachung auch bei beatmeten Kindern alleine übernehmen. Dadurch kommt es zu großer Belastung der Familien, verbunden mit gravierenden Einschränkungen der Berufstätigkeit, was auch zu finanziell negativen Auswirkungen auf die Situation der Familien führt. Auch andere familiäre Aufgaben, wie die Betreuung von Geschwisterkindern, können häufig nur noch eingeschränkt wahrgenommen werden. Denn die Versorgung eines intensivpflichtigen Kindes bedarf zuhause der gleichen Sorgfalt wie auf einer Intensivstation.

 

Intensivpflege zu Hause

Intensivpflege zu Hause - Blick in das Kinderzimmer von Jasha, der seit einem Unfall im Alter von fünf Jahren intensiv-pflegebedürftig ist. © IntensivLeben e.V.

 

Langfristig führt dies zu einer existenzbedrohenden Situation für die Kinder und Jugendlichen, da die Eltern mit der Pflege allein gelassen werden, durch die erschwerten Bedingungen in der Pflege und Versorgung überlastet sind und eine professionelle Unterstützung der Familien nicht gewährleistet werden kann. Der Mangel an Pflegefachkräften gefährdet daher das Überleben der Betroffenen und belastet die Familien in unverantwortlichem Ausmaß.

Jede Stimme zählt: Unterstützen Sie Intensiv Leben und unterzeichnen Sie die Petition!

Die Mitzeichnung der Öffentlichen Petition mit der Nummer: 94361 ist noch bis zum 01. Juli 2019 unter folgendem Link möglich (Achtung: Die Seite ist nur für Desktop-Browser optimiert und funktioniert nicht auf mobilen Endgeräten):

https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2019/_05/_02/Petition_94361.nc.html

Die TRIBUTE TO BAMBI Stiftung ruft zur Unterstützung der Petition auf, um auf die Situation der intensivpflege-bedürftigen Kinder und Jugendliche und ihrer Familien aufmerksam zu machen und eine langfristige und nachhaltige Verbesserung der Rahmenbedingungen zu erreichen.

Wenn Sie die betroffenen Kinder und ihre Familien bei ihrem Kampf gegen den Pflegenotstand unterstützen möchten, unterzeichnen Sie die Petition ganz einfach online. Machen Sie außerdem auch andere auf die Petition aufmerksam, in Ihrem eigenen Netzwerk oder in den Sozialen Medien. Jede Stimme zählt!

 

 

 

 

Weitere Informationen zu IntensivLeben und zur Petition erhalten Sie auch unter www.intensivleben-kassel.de, auf Facebook, Instagram sowie bei der Geschäftsstelle des Vereins:

Verein für beatmete und intensivpflichtige Kinder und Jugendliche e.V.
Lippoldsberger Str. 6
34126 Kassel
Tel.: 0561 – 50 35 75 72
Mail: info@intensivleben-kassel.de